Medinat Weimar, Für einen jüdischen Staat in Thüringen

1 > Medinat Weimar setzt sich für die Etablierung eines jüdischen Staates in Thüringen ein. Die Hauptstadt soll Weimar sein.

2 > Medinat Weimar löst folgende Probleme: Ob jüdisches Trauma, deutsche Schuld, Nahostkonflikt, ostdeutsche Depression oder andere Weltprobleme – Medinat Weimar löst alle Lösung auf einmal.

3 > Medinat Weimar nutzt den autonomen Status der Kunst ebenso wie die Mittel der politischen Kampagne und des politischen Aktivismus, um deutsche Bürgerinnen und Bürger, die Europäische Union, die jüdischen Gemeinden dieser Welt sowie die internationale Gemeinschaft zu überzeugen, die Gründung dieses Staates zu unterstützen.

4 > Medinat Weimar definiert die Zuschreibung „jüdisch” nicht durch Blut oder Abstammung, sondern kulturell-religiös: durch ähnliche Überzeugungen und Kultur, gemeinsame Geschichte und Einheit im Glauben. Jüdinnen und Juden europäischen Ursprungs, Jüdinnen und Juden nicht-europäischen Ursprungs, palästinensische Araber und Araberinnen (Muslime und Christen gleichsam) und alle anderen Gruppen, die von den Handlungen des Staates Israel betroffen sind, sind aufgefordert ein gemeinsames Schicksal zu teilen.

5 > Medinat Weimar lädt Menschen jeglichen Hintergrunds und jeglicher Nationalität ein und ermuntert sie, aktive Mitglieder der Bewegung zu werden und daran teilzunehmen, die Vision von Medinat Weimar voran zu treiben.

6 > Medinat Weimar kann eine wichtige Rolle sowohl im Kampf gegen primären Antisemitismus, sekundären Schuldabwehr-Antisemitismus und problematische Auswüchse des Philosemitismus spielen, sowie einen Beitrag leisten, ethnischen Selbsthass und andauernde Konflikt zwischen jüdischen, arabischen und muslimischen Gruppen zu heilen.

7 > Medinat Weimar stellt keinen Ersatz für den derzeitigen Staat Israel dar, sondern ist ein anderer jüdischer Staat: ein Staat mit dem Anspruch eine Vision zu leben, die vom „Licht der Nationen” geprägt ist und eine neue kulturelle wie spirituelle Renaissance zur Blüte bringt. Außerdem schafft dieser neue Staat einen friedlichen Ort, der dem Versagen des Zionismus, der jüdischen Bevölkerung eine „normale” und sichere Heimstatt aufzubauen, Rechnung trägt.

8 > Medinat Weimar glaubt daran, dass Menschen nicht nur das Recht auf Selbstbestimmung bekommen sollen, sondern auch das Recht auf Veränderung dieser Selbstbestimmung erstreiten wollen.

9 > Medinat Weimar liegt quer zu allen ideologischen, kulturellen und religiösen Schützengräben des israelischen wie deutschen Diskurses.

10 > Medinat Weimar glaubt, dass Thüringen einerseits aufgrund seiner historisch-kulturellen Position als Ort klassischer deutscher Kultur, seiner Rolle in der Geschichte des Antisemitismus und des deutschen Nationalismus, des Vermächtnisses des jüdischen Lebens und der jüdischen Kultur und andererseits aufgrund seiner aktuellen Probleme als Bundesland mit schrumpfender Bevölkerung und einer schwachen Wirtschaft der optimale Ort für einen neuen jüdischen Staat ist. Ein jüdischer Staat in Thüringen wird nicht nur eine Lösung für die Probleme der jüdischen Welt, sondern auch einen ökonomischen und kulturellen Aufschwung für Thüringen mit seinen Problemen als neues ostdeutsches Bundesland anbieten.

11 > Medinat Weimar bietet eine saubere antifaschistische Antwort auf viele Probleme, denen sich der Staat Thüringen als neues ostdeutsches Bundesland stellen muss und wird der Entwicklung des Landes zum Vorteil gereichen und all seinen Bewohnerinnen und Bewohnern nützen. Ein jüdischer Staat in Thüringen ist keine Strafe, sondern eine Auszeichnung. Im Austausch für Thüringen bieten wir allen Deutschen die Möglichkeit zur Wiedergutmachung und zur Befreiung von den Geistern ihrer Vergangenheit an.

12 > Medinat Weimar wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie steht es um die Widersprüche der aktuellen Renaissance nationaler Projekte im Kontext ökonomischer Globalisierung und globaler Migrationsbewegungen? Wie lässt sich der Gegensatz einer Wiederentdeckung der Religion als politisch-kulturellem Identifikationsmittel bei gleichzeitiger Globalisierung des areligiösen Kapitals thematisieren?

13 > Medinat Weimar ist keine praxisorientierte Bewegung, sondern ein Versuch, Anregungen zu liefern und provokante Fragen zu stellen, die die Widersprüche antisemitischer, neoliberaler, nationalistischer und zionistischer Argumente offenbaren und ihre inneren Logik und Absurdität aufzeigen.

Wir reichen allen Menschen in Thüringen und auch dem zukünftigen souveränen jüdischen Volk, welches sich in Thüringen ansiedeln wird, unsere Hand mit einem Angebot auf Frieden, gute Nachbarschaft, gegenseitige Hilfe und Mitarbeit in unserer Bewegung. Medinat Weimar ist darauf vorbereitet, seinen Part in den gemeinsamen Bemühungen zum Vorteil für die gesamte Region beizusteuern.

* In Anlehnung an die 13 Prinzipien des Jüdischen Glaubens von Maimonides

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[…] soil has made considerably more progress. There is now an Internet website for Medinat Weimar<http://medinatweimar.org/deutsch&gt; complete with its own anthem “Eretz Thüringen”. The principal goal, as defined on the […]

End of WW II: Germany registered at UN Charter’s “Enemy State Clause” to The Day. Why? – aladdinsmiraclelamp added these pithy words on Sep 08 16 at 07:20

Warum nicht: Wenn ich ein Sturmgewehr frei führen und benutzen darf, und Neidinge wie Mischähl Friedman rituell im Moor ersäufen darf, wobei die Frage bleibt, ob nicht sogar die Sumpfgeister dieses Opfer angeekelt zurückweisen würden.

hildesvin added these pithy words on Sep 18 16 at 21:18

Wir brauchen keinen jüdischen Staat in Deutschland bzw. Thüringen! Ich als Deutscher hab auch keine historische Schuld! Ebenso meine Vorfahren nicht! Wir Deutschen sind die Opfer! Wir brauchen wieder ein deutsches Deutschland! Deutschland den Deutschen! Ebenso die Erhaltung der anderen Völker statt deren Vernichtung durch die satanistische Multikulti-Ideologie! Jude könnte ich ja auch nicht werden! Nur durch Blut!

Hajo Randow added these pithy words on Oct 01 16 at 12:26

.. Das ist das ewige Problem, man will kein Deutscher sein sondern Jude. Dabei gibt es kein einheitliches jüdisches Volk, so wie es nur deutsche Völker gibt. Aber es ist ein Volk .. unabhängig vom Glaubenskonstrukt. Will Jada ein Volk sein, so hat es kein Staat. Als Deutsche können sie Deutsche sein. Auf Deutschem Boden gibt es nur einen Deutschen Staat. Wer was Anderes will ist Feindstaat, der einen Anderen verdrängen will. So wie schon Palästina – die Philister .. Wenn man so will – ” Jüdisches Volk” .. Also wer sind diese “Juden”? …. Betrüger. Und das ist, was sie ewig verfolgt. Aber das verstehen sie nicht, dass sie sich selbst zu Feinden machen und sich dann wundern und heulen – die Anderen sind´s immer Schuld – nur sie glauben die “Edlen” zu sein?. Dieser “Staat” kann schon im Ansatz keine Versöhnung sein.

klaus added these pithy words on Feb 22 17 at 16:50

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